Wettkampf

Mein erstes Judoturnier

Merkzettel für Kämpfer und Eltern (von Ralf Zelleröhr)

Herzlichen Glückwunsch! Mit dem gelben Gürtel (7. Kyu) hast du die Basis gelegt, um an Meisterschaften und Turnieren teilzunehmen. Dieser Ratgeber hilft dir und deinen Eltern, sicher durch den ersten Wettkampftag zu kommen.


1. Grundsätzliches: Turnier oder Meisterschaft?

  • Turniere: Sind Einzelveranstaltungen zum Sammeln von Erfahrung.
  • Meisterschaften: Hier geht es um die Qualifikation für die nächsthöhere Ebene (z. B. von der Kreis- zur Bezirksmeisterschaft).
  • Klassen: Gekämpft wird getrennt nach Geschlecht sowie in Altersklassen (U11, U13, U15 etc.) und Gewichtsklassen. So wird sichergestellt, dass immer faire Paarungen entstehen.

2. Die Vorbereitung: Packliste

Der Trainer bereitet dich technisch vor, aber deine Tasche musst du selbst packen.

GegenstandWarum wichtig?
JudopassGanz wichtig! Ohne Pass kein Start – keine Ausnahme!
Judogi (Anzug)Dein Kampfanzug inkl. deines farbigen Gürtels.
Weißer GürtelZusätzlich zum Farbgürtel (zur Unterscheidung der Kämpfer).
Schlappen/ZoriPflicht! Niemals barfuß durch die Halle laufen (Hygiene auf der Matte).
Socken & WärmeEin Trainingsanzug hält dich zwischen den Kämpfen warm.
VerpflegungWasser und leichte Snacks (wenig Süßigkeiten).

Hinweis: Den roten Gürtel zur Kennzeichnung stellt meist der Verein oder der Ausrichter.


3. Der Ablauf in der Halle

  1. Ankunft & Umziehen: Sofort in den Judogi schlüpfen.
  2. Wiegen: Mit dem Judopass in der Hand zur Waage gehen. Merke dir dein Gewicht gut! Nur die Waage vor Ort zählt.
  3. Aufwärmen: Gemeinsame Gymnastik, lockeres Randori und Uchi-komi, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen.
  4. Warten: Warm bleiben! Zieh deinen Trainingsanzug über den Judogi.

4. Der Kampf: So läuft es ab

Hör gut auf die Durchsagen: „Auf Matte X kämpfen jetzt A gegen B“.

  • Ausrüstung: Der Erstgenannte bindet sich zusätzlich den weißen Gürtel um, der Zweitgenannte den roten.
  • Begrüßung: Betreten der Matte, Verbeugen vor der Matte, Verbeugen vor dem Gegner.
  • Kampf: Bei „Hajime“ geht es los. Bei „Sore-made“ ist der Kampf beendet.
  • Fairness: Es gibt kein Unentschieden. Man gewinnt oder man verliert. Die wichtigste Regel: Der Kampfrichter hat immer Recht.

5. Gewinnen und Verlieren

Zu verlieren ist nicht schlimm. Um zu gewinnen, muss man oft erst Erfahrung sammeln. Nur wer kämpft, kann lernen. Wer gar nicht erst antritt, hat schon verloren.

Siegerehrung: Wer im Finale stand oder sich platziert hat, bleibt zur Siegerehrung. Im Zweifel immer kurz den Betreuer fragen!


„Judo ist nicht einfach, sonst hieße es Fußball.“

Habt ihr noch Fragen zu den Regeln oder Kampfsystemen? Sprecht mich (Ralf) einfach beim Training an!